DER NATIONALPARK PLITVICE SEEN

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Das Gebiet der Plitvicer Seen, das zum Nationalpark erklärt wurde, gehört zu den schönsten Naturerlebnissen Europas. Der Nationalpark liegt inmitten einer bewaldeten Gebirgslandschaft, durch die sich stufenweise sechzehn grössere und kleinere Seen mit kristallklarem blaugrünem Wasser aneinanderreihen. Das Wasser fliesst ihnen aus zahlreichen Flüsschen und Bächen zu, und die Seen sind durch schäumende Kaskaden und rauschende Wasserfälle miteinander verbunden. Im Laufe der Jahrhunderte hat das Wasser dieser Seen die Felsen und das Gestein zermürbt, ausgehöhlt und zersetzt. Durch die Ablagerung von Kalziumkarbonat, das aus dem durchfliessenden Wasser stammt, und durch die Einwirkung besonderer Arten von Algen und Moos entsteht auch heute noch an jenen Stellen, an denen natürliche Barrieren aufgebaut worden sind, eine Art porösen Gesteins
- Rauhwacke oder TRAVERTIN. Infolge der ständigen Ablagerung dieses Materials wachsen die Trennwände, die Barrieren zwischen den Wasserfällen, die Dämme, Kanäle und Kaskaden. Dieser Absatz belegt und versteinert beispielsweise auch abgestorbene Bäume und Steine auf dem Seegrund, die Seeufer und verleiht dem Wasser eine funkelnde Pracht.

Durch seine Kraft zerstört das Wasser aber zugleich einzelne Travertinbarrieren, so dass der gesamte Prozess der Travertin - und der Seebildung sehr dynamisch ist. Es handelt sich hierbei um einen biodynamischen Prozess, der eine Attraktion ersten Ranges darstellt und zu einem beachtenswerten und äusserst interessanten Forschungsgegenstand geworden ist. Der Prozess des natürlichen Ausbaus in der Natur dauert auch heute noch in der unbeeinflussten Umgebung an. Ausser den Seen gibt es auch mehrere Grotten, und es wurden zudem Funde aus prähistorischer Zeit freigelegt. Der Nationalpark erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 29.482 ha, davon sind 22.308 ha Waldflächen, 217 ha Wasser und 6.957 ha Wiesen, auf denen auch ländliche Siedlungen vorzufinden sind. Der Hochwald nimmt hier stellenweise Urwaldformen an, und diesem Naturreichtum entspricht auch die Vielfalt der Pflanzen und Tierwelt. Neben einer Vielzahl von Vogelarten und Kleinwild gibt es im Nationalpark auch Rehe, Bären, Wölfe, Wildschweine und Wildkatzen und in den Gewässern hervorragende Forellen. Jagd, Fischfang und Baden in den Seen sind nicht gestattet.
Den attraktivsten Teil des Nationalparks (die Oberen und die Unteren Seen) erreicht man durch zwei Eingänge. Auf der abgedruckten Panoramakarte sind diese Eingänge mit den Zahlen 1 und 2 gekennzeichnet. Auf den grossen lnformationstafeln, die an den beiden Eingängen angebracht sind, können Sie wichtige Grundinformationen über den Nationalpark ablesen (Pfade, Aussichtspunkte, Parkplätze, Gaststätten und Hotels, Postamt, Bushaltestelle, Polizeidienststelle, Arztpraxis u.a.). Auf der Eintrittskarte, die der Besucher am Eingang in den Nationalpark löst, sind zudem die wichtigsten Gehwege eingezeichnet. Alle anderen Auskünfte (Unterkunft und zur Verpflegung, Ausflüge in die Umgebung, Informationen über Verkehrsverbindungen zur Adriaküste oder mit anderen Teilen Kroatiens, Angaben über Strassen) erteilen Ihnen die Bediensteten des Nationalparks in allen Gebäude.